Die Regionalregierung der Balearen fordert erneut von der spanischen Zentralregierung in Madrid eine Änderung der derzeitigen Regelungen zur finanziellen Mietbeihilfe. Insbesondere wird eine Erhöhung der Einkommensgrenze gefordert, die Anspruch auf die Beihilfe berechtigt. Derzeit liegt diese Grenze bei 900 Euro für Haushalte und 450 Euro für Ein-Personen-Haushalte. Die Balearen-Regierung schlägt vor, diese Schwelle auf 1.200 Euro beziehungsweise 600 Euro anzuheben.
Der Grund hierfür ist, dass die Mietpreise auf den Balearen generell höher sind als im restlichen Spanien, sodass die derzeitige Einkommensgrenze viele Mieter von Förderungen ausschließt, da ein großer Teil der Mieten bereits über der festgelegten Grenze liegt. Das Problem ist kein neues: Bereits unter der vorherigen Regionalregierung wurde die Beihilfe mit einer maximalen Einkommensgrenze von 600 Euro eingeführt, was tausende Menschen von Unterstützung ausschloss. Damals stieß die damalige Balearen-Wohnungsminister Josep Marí auf Widerstand seitens der Zentralregierung, konnte jedoch schließlich eine Erhöhung auf 900 Euro durchsetzen.
Die Regionalregierung der Balearen fordert nun eine spezielle Regelung für die Inseln, um den besonderen Marktbedingungen gerecht zu werden und sicherzustellen, dass Mieter mit höherem Einkommen nicht unangemessen von der Beihilfe profitieren. Insgesamt zeigt sich ein anhaltender Konflikt zwischen den regionalen Bedürfnissen der Balearen und den nationalen Förderbedingungen der spanischen Regierung, insbesondere unter der aktuellen Regierung von Premierminister Sánchez.
Diese Debatte ist Teil größerer Bemühungen, Wohnraum zugänglicher und erschwinglicher zu machen, wobei die besonderen Herausforderungen der Balearen als populäres Reiseziel und teure Mietregion besondere Aufmerksamkeit erhalten.