Mallorca steht zunehmend im Fokus europäischer Medien, die das aktuelle Tourismusmodell der Insel als nicht nachhaltig kritisieren. Mit etwa 13,5 Millionen Touristen jährlich, darunter fünf Millionen aus Deutschland, auf einer Insel mit weniger als einer Million Einwohnern, kommt es zu erheblichen Belastungen. Der massenhafte Tourismus wirkt sich negativ auf Mietpreise, Lebensmittelkosten und die natürliche Umwelt aus, was eine Vielzahl von europäischen Medien – darunter Deutschlands Der Spiegel und Bild, die BBC und The Guardian aus Großbritannien, Le Monde aus Frankreich sowie der schwedische Sender SVT – hervorgehoben haben.
Touristen selbst äußern Bedenken und ein wachsendes Bewusstsein für die negativen Folgen, die ihre Anwesenheit verursacht. Einige geben an, dass sie sich unwohl fühlen, Teil der Überfüllung zu sein, und verzichten sogar auf Mallorca als Reiseziel. Die sozialen und ökologischen Auswirkungen zeigen sich in einer abnehmenden Umweltqualität, steigenden Lebenshaltungskosten sowie einer angespannten Stimmung zwischen Bewohnern und Besuchern.
Diese kritische Wahrnehmung spiegelt sich in Berichten wider, die von ökologischer und sozialer Degradation sprechen, einem Rückgang der Biodiversität sowie in Fragen nach der langfristigen Liebensfähigkeit der Insel angesichts ihrer Überbelastung. Insgesamt unterstreichen diese Analysen eine wachsende europäische Diskussion über die Zukunft des Tourismus auf Mallorca und die Notwendigkeit einer nachhaltigen Entwicklung zum Schutz von Umwelt und Gemeinschaft.