Die Billigfluggesellschaft Ryanair hat scharf auf die geplante Erhöhung der Flughafensteuer in Spanien reagiert, die von der spanischen Regulierungsbehörde CNMC genehmigt werden soll. Konkret fordert der spanische Flughafenkonzern Aena eine Erhöhung der Flughafenentgelte um 6,62 % vor dem Winterflugplan 2025/26, was Ryanair als übermäßig, ungerechtfertigt und schädlich bezeichnet. Laut Ryanair führt diese Politik dazu, dass viele regionale Flughäfen Spaniens, die bereits zu etwa 70 % leer sind, weiter an Attraktivität verlieren und die kommerzielle Tragfähigkeit zahlreicher Strecken gefährdet wird. Das Unternehmen weist darauf hin, dass viele Länder Europas, darunter Italien, Kroatien, Albanien, Schweden und Polen, in den regionalen Flughäfen die Zugangskosten senken, um den Luftverkehr, den Tourismus und die Beschäftigung zu fördern. Im Gegensatz dazu verfolgt Aena eine Monopolstrategie, die vor allem die wirtschaftliche Entwicklung der spanischen Regionen behindert, die vielfach vom Tourismus und Luftverkehr abhängig sind. Ryanair hat bereits gezwungenermaßen für den Sommer 2025 800.000 Sitzplätze reduziert und sieht sich durch die geplante weitere Erhöhung der Gebühren veranlasst, den Winterflugplan für 2025/26 in den regionalen Gebieten Spaniens zu überdenken. Die Fluggesellschaft fordert die spanische Regierung, Mehrheitseigner von Aena, sowie die Regulierungsbehörde CNMC dazu auf, die Erhöhung abzulehnen und die gebührenfreie Regelung für Flughäfen in den Regionen zu verlängern, um die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit und Konnektivität Spaniens zu schützen. Ryanair betont, dass die Konzentration von 85 % des Verkehrs auf nur 10 der 46 Aena-Flughäfen die regionalen Flughäfen vernachlässigt und tausende Arbeitsplätze sowie wichtige Tourismuseinnahmen gefährdet.
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